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durch die Schweizerische Eidgenossenschaft
Wie alles begonnen hatte

Bâlance Bâle: Gründung des Vereins November 2012. Aufnahme erster Tätigkeiten im Coaching Bereich. 2014 Anerkennung als gemeinnütziger Verein.

Im Rahmen des Projektes „Kugelweg 7“ das zu einer Kooperation des Vereins ReMarkt (Brislach)mit Bâlance Bâle führen soll, kommt es zu einem Erstkontakt mit dem Initianten Andreas Jost, der ein „soziales Projekt für Betroffene fürsorgerischer Zwangsmassnahmen“ umsetzen möchte. Da es am Kugelweg Platz genug für mehrere soziale Projekte gibt, und die Grundideen für die beiden Projekte sehr ähnlich sind, wird eine mögliche Zusammenarbeit besprochen.

Leider „platzt“ das Projekt Kugelweg, da ein vermögender älterer Herr das Gebäude überraschend und kurzfristig kauft.

Anfang 2015 wird Bâlance Bâle um Unterstützung bei einer Nachfolgeregelung gebeten. Der ältere Herr (79) möchte sich aus dem Arbeitsleben zurückziehen und die komplette konventionell-mechanische Werkstatt an einen Nachfolger übergeben. Dies gestaltet sich jedoch schwierig, da kein relevanter Kundenstamm vorhanden ist. Hier greift BB die Idee wieder auf, die Werkstatt als einen Ort der sozialen Integration zu nutzen, altes Handwerk und know how zu erhalten; und nimmt erneut Kontakt mit A. J. auf.

Weitere Interessierte stossen zur Initiative dazu. Know how Träger, die die Maschinen noch bedienen können und gleichzeitig selbst Betroffene der einen oder anderen Zielgruppe sind (Langzeitarbeitslose, Sozialhilfeempfänger, ausgegrenzte Menschen, Betroffene fürsorgerischer Zwangsmassnahmen, ….).

Nach einer Werkstattbesichtigung wird gemeinsam mit der Projektplanung begonnen. Inzwischen erfolgte die Gründung des Vereins. Zielsetzung: Anerkennung als gemeinnütziger Verein

Gründungsdatum: 30. September 2015
Rechtsform: Verein
Name: MachWas
Gründer: Initianten-Zusammenschluss
Andreas Jost, Karin Koepfer,
Heidi Lienberger

Unter der Projektleitung der Präsidentin des gemeinnützigen Vereins Bâlance Bâle in Kooperation mit der Initiative „Kompetenzzentrum für Betroffene fürsorgerischer Zwangsmassnahmen“ werden Initianten zusammengeführt

Einlagen: persönliches Engagement, Knowhow, Zeit
Mitgliederbeiträge, Spenden

Die grössten Erfolge/Misserfolge und Veränderungen/Strategieanpassungen

Der Mitinhaber der Werkstatt macht, nach langem Ringen, ein Angebot für einen einmaligen pauschalen Preis, der weit unter dem Erstangebot liegt.

Die Verwaltung ist mit den geplanten erweiterten Öffnungszeiten und mit der sozialen Ausrichtung der Initiative einverstanden und bietet einen reduzierten Mietzins (Rohbaumiete) an, wenn die Räumlichkeiten durch die Initiative selbst renoviert werden.

Leider verstirbt völlig unerwartet noch in der Planungsphase ein sehr wichtiger und engagierter Initiant. Das trifft uns hart, verlieren wir damit sowohl einen wunderbaren, engagierten, initiativen authentischen Menschen und Freund also auch für das Projekt wichtiges know how und Engagement.

Dieser Verlust verändert die Perspektive wesentlich und zwingt uns zu Veränderungen und der Anpassung des Projektplans an die gegebenen Umstände.

 

 

 

Strategisch gesehen benötigen wir Mit-Initianten, die idealerweise auch wieder Betroffene sein und Fachwissen einbringen sollten. Inserate werden geschaltet, um diese Menschen zu finden.
Je nachdem, welche Fähigkeiten und welcher Background bei zukünftigen Mit-Initianten vorhanden ist, muss die Strategie angepasst werden. Hier sind wir offen und richten uns nach den Gegebenheiten und Möglichkeiten.

Gründungsfinanzierung

Via Spenden, kantonale Subventionen, Mitgliederbeiträge

Erfolgsidee, Erfahrungen, Einzigartigkeit, Befähigung, Learnings (Lebenshaltung / Philosophie / Gesunderhaltung oder Heilung durch neue Perspektiven, Annahme und Akzeptanz)

Erfolgsidee:
Mit der Gestaltung eines Kreativraumes, der „altes Handwerk“ mit neuester Technologie verknüpft, dabei einer breiten Bevölkerung Raum für Kreativität und soziale Kontakte bietet, ermöglichen wir nachhaltigen, ressourcenschonenden Umgang mit Verbrauchsgütern. Geben sozial isolierten Menschen, solchen mit schwachem Selbstbewusstsein und anderen „Problematiken“ ein Instrument an die Hand, Ihren Selbstwert und ihre eigene Kreativität aktiv zu erfahren und zu leben.

Bei der Arbeit im Kreativraum kommt es zu „fassbaren“ Ergebnissen, indem die Nutzer von der Idee im Kopf bis zum fertigen Produkt begleitet, angeleitet, bestärkt und unterstützt werden. Am Ende steht die Erfahrung: Ich kann etwas (sinnvolles) Erschaffen, ich bringe etwas zu Ende. Meine Kreativität bereitet mir und anderen Freude. Ich bin (für die Gesellschaft und für mich) wertvoll.

Erfahrungen / Einzigartigkeit / Befähigung / Learning
Aus der persönlichen Arbeit und Erfahrung mit unzähligen „Klienten“ stellen wir zusammenfassend fest:
Der Mensch braucht ein Gegenüber, ein Du. Jemanden, der zuhört, der ihn wahr-nimmt, an-nimmt (möglichst wertungsfrei) und am Schicksal An-Teil-nimmt, ohne die Eigenverantwortung in Frage zu stellen oder diese zu übernehmen. Der Mensch sollte wieder als „Ganzes“ betrachtet und behandelt werden. Nur so ist Heilung, im eigenen Tempo und gemäss dem eigenen Lebensplan, möglich.

Dieser (ganzheitliche) Ansatz hat sich bis heute noch nicht in der sozialen Arbeit etabliert. Es gibt gute Ansätze, es wird gefördert und gefordert, aber die vorurteilsfreie Annahme der manchmal recht „schwierigen, nicht angepassten Klienten“ fällt schwer. Die bestehende Rechtsgrundlage erschwert und verhindert „heilende, ganzheitliche Ansätze“, obwohl es bereits viele Menschen gibt, die um deren Notwendigkeit wissen.

Leider zerbrechen gerade diese Menschen oft an dem Umstand, dass Sie „das Gute für den Menschen“ wollen, es aber auf Grund der Rahmenbedingungen nicht umsetzen können.
Da es „das einzelne Individuum“ im Gesetzt so nicht gibt, sondern eben nur „Gleichheit und Gerechtigkeit“…. Was sich jedoch in der Praxis als nicht anwendbar (oder nicht angewandt) erwiesen hat und dem wirklichen Leben nicht gerecht wird.

Immer noch sehen sich die „Betreuenden“ als Lehrbeauftragte, die den „Klienten“ zeigen müssen, wie das Leben funktioniert. Sogenannte „Experten“, mit vielen Diplomen und Abschlüssen sehen sich als höher-stehend als die „Bedürftigen“ und sind nicht auf Augenhöhe. Sie verfügen meist (nur) über theoretisches Wissen und theoretische Erfahrungen, mit dem sie die Klienten diagnostizieren und katalogisieren können. Natürlich entsteht auch hier eine gewissen Resonanz, da sich Therapeut und Therapierter immer gegenseitig „therapieren“. Jedoch fehlen oft wesentliche, eigene Erfahrungen und Erkenntnisse in der Praxis (im wirklichen Leben), über die sich die Betroffenen „austauschen müssen“.

Unser Ziel ist es, mit den „Betroffenen“ auf Augenhöhe zu sein. Wir sind nicht besser und nicht schlechter. Jeder hat etwas zu geben und in der Resonanz zueinander, findet ein Ausgleich statt. Dieser Ausgleich findet auf der Herzebene statt und ist mit wissenschaftlichen Instrumenten nicht messbar, jedoch in der Wirksamkeit auf die involvierten Menschen. Mit diesen Leitsätzen möchten wir zum Vorbild für neue Wege werden und andere zur Nachahmung inspirieren.

Innovationspolitik

Betreuung der Betroffenen durch Betroffene (nicht durch sogenannte Experten). Dies stärkt die Vertrauensbasis und ermöglicht ein Wachstum im eigenen Rhythmus und mit den eigenen Möglichkeiten.

Experten werden gerne gehört, sie verfügen aber nicht über Entscheidungsgewalt.

Vorteil: Die Betroffenen Betreuer haben ähnliche Erfahrungen im Leben gemacht, sind Empathisch und verfügen über Lösungsansätze in der Praxis.
Jeder Mensch kann etwas sehr gut, wenn man ihn lässt. Kann sich ein Betroffener selbst motivieren, kommt er auch ans Ziel. Wobei dabei die Gewichtung auf das „eigene Ziel“ gerichtet ist und nicht auf das von Aussenstehenden definierte.
Individuelle Entwicklungen können und dürfen stattfinden. Die Betroffenen entscheiden selbst und werden nicht (mehr) fremdbestimmt.

Durch eine konstante finanzielle und oder gesundheitliche Notlage dazu verdammt zu sein den ganzen Tag herum zu sitzen und die Daumen zu drehen frustriert. Es ist beklemmend, macht Menschen apathisch und endet nicht selten in psychischen Problemen, welche letztendlich auch die öffentlichen Kassen belasten. Unser Projekt soll einen Beitrag dazu leisten eben diesen Menschen eine Stütze zu sein, um aus diesem Teufelskreis heraus kommen zu können.

Durch den gelebten Respekt und die gelebte Akzeptanz kann „das beste im Menschen“ hervortreten. Und da der Mensch zur Nachahmung neigt und eine bedingungslose Annahme sehr heilsam ist, können wir damit ein friedvolles und liebevolles Klima schaffen, das auch im privaten Umfeld seine Wirkung zeigen wird. Das bedeutet, dass unsere Arbeit weitreichende Auswirkungen im sozialen Bereich erzielen wird.